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" Unser Walter Linse "

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English Synopsis
Einfuehrung
Dokument Uebersicht
1 Alfred Ascher
2 Alfred Ascher
3 Horst Lantzsch
4 Gilel Reiter
5 Kontakte Uebersicht
6 Linse bei der IHK
7 Ciphero Widerstand
8 Linse Nazigegner
9 Die Familie
Dank Acknowledgement
Ausgewaehlte Literatur
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Einführung   

Sehr geehrte Besucher,  


Dr. Walter Linse war mein Onkel. Ich habe ihn persönlich gekannt und als Junge noch im Sommer 1951 in West-Berlin besucht, ein Jahr vor der gewaltsamen Entführung.  


Dieses Dossier baut auf das Buch von Dr. Benno Kirsch 

                                        WALTER  LINSE  1903 - 1953 - 1996. 

Kirsch bietet eine ausgewogene Diskussion, basierend auf vielen Quellen, mit grosser Einsicht in die Umstände der Zeit. Er hinterfragt Dokumente und nimmt sie nicht einfach für bare Münze. (Internet Zugang, Siehe Literatur) Erstmalig beschäftigt sich das Buch auch mit Dr. Linses Rolle bei der unseligen Ausschaltung von Juden aus der Chemnitzer Wirtschaft. Hat Dr. Linse dabei als NS-Täter mitgewirkt, oder hat er sich schützend, aber geheim, für Juden eingesetzt? Obwohl er viele entlastende Dokumente gefunden hat, kommt Kirsch nicht zu einem Freispruch für Linse: Schliesslich habe Linse doch zu einem gewissen Masse "mitgemacht". Zur weiteren Beantwortung dieser Frage bemühe ich mich, Opfer oder deren Nachkommen zu finden. Ergebnisse liegen jetzt vor und werden im Folgenden besprochen: Linse war ein Anti-Nazi.


Sicher gelte ich wegen meiner Verwandtschaft mit ihm als voreingenommen. Jedoch hörte ich 2007 durch Kirsch zum ersten Mal von Walter Linse's Wirken in der Nazi-Zeit, und war bereit, jedes Ergebnis über Linse zu akzeptieren. Meine eigenen Erinnerungen an die Nazi- und Sowjet-Diktaturen halfen mir, Linse's Aufzeichnungen und Handeln besser zu verstehen. Die Wahrheit kann versteckt sein, nur angedeutet. Oder zwischen den Zeilen. Oder sie besteht darin, was er NICHT geschrieben hat. Alte und neue Dokumente, Aussagen von Zeugen und Opfern, und viele Diskussionen mit anderen, besonders mit Benno Kirsch, haben mich zu einem positiven Urteil geführt. Walter Linse war ein Intellektueller, ein Feind von Nazi-Ideologie und Totalitarismus, ein Idealist, für Recht und Gerechtigkeit.  


Begegnungen mit Frau Sonia Ascher und Herrn Joachim Reiter haben meine Ansicht bestärkt. Beide sind Kinder, deren jüdische Eltern in Chemnitz mit Linse zu tun hatten. Es ist verständlich, dass die Eltern nicht viel von der durchlebten Hölle der Nazizeit erzählt haben. So wussten die Kinder anfänglich nichts von Linses Rolle. Sonia Ascher fand jedoch einen Zeitungsartikel (1963), der davon berichtet und Linses Hilfe für Aschers anerkennt. Herr Joachim Reiter, in Herrn Mülders Fernsehreportage Klartext (2007), sagte, es sei wie ein Wunder, dass die Familie so lange ohne Deportation überlebt habe. Er erfuhr erst durch das Buch von Benno Kirsch von Linses fünfjährigem Einsatz für den Vater Gilel Reiter.  


Diese und neue Erkenntnisse zeigen, dass Walter Linse auch in der Nazi-Zeit ein anständiger Mensch war und mutige Taten gegen das Regime gewagt hat. Bitte sehen Sie die neue und die bekannte Dokumentation (Überblick und Einzelheiten, Kapitel 1-9) an und denken Sie über deren Aussagen nach. 


Vielen Dank für Ihr Interesse und für die schon geleistete Unterstützung. Es geht um die Ehre dieses Mannes, Dr. Walter Linse.   


Peter Seifert 



HIER SEHEN SIE MEIN INTERVIEW   mit der on-line Zeitung "freiewelt.net"

http://www.freiewelt.net/interview/walter-linse-hat-sich-fuer-recht-und-gerechtigkeit-eingesetzt-10031620/      

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