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" Unser Walter Linse "

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English Synopsis
Einfuehrung
Dokument Uebersicht
1 Alfred Ascher
2 Alfred Ascher
doc 2a
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doc 2d
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doc 2f
3 Horst Lantzsch
4 Gilel Reiter
5 Kontakte Uebersicht
6 Linse bei der IHK
7 Ciphero Widerstand
8 Linse Nazigegner
9 Die Familie
Dank Acknowledgement
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2f                             Geld für einen anderen Flüchtling nach Brüssel überwiesen


Hier ist ein weiteres Beispiel, dass Geld für jemanden in Brüssel hinterlegt worden war. Es deutet an, dass solch eine Transaktion prinzipiell möglich war, etwa in derselben Zeit, als auch Aschers dort temporäre Zuflucht gefunden hatten.

 

In "Juden in Chemnitz" (Seite 436,  siehe Literatur) berichtet Manfred Hillmann, wie er, seine Geschwister und Eltern nach Polen ausgewiesen wurden. Danach, während er im KZ Buchenwald war (Mai 1940)  " ... wurden in Brüssel  für ihn 400 $  für eine mögliche Auswanderung nach Schanghai, ... , hinterlegt. Manfred H. blieb allerdings bis Frühjahr 1942 in diesem Lager. ... Seine Eltern bemühten sich, ihn in dieser Zeit zu unterstützen. Mit Genehmigung der Devisenstelle Chemnitz wurde ihm von ihrem Ausländersperrkonto monatlich eine kleine Geldsumme überwiesen. Diese Hilfe hörte jedoch wenige Monate später auf und der Kontakt brach gänzlich ab."

 

Wir wollen nicht vergessen, dass Manfred Hillmann die gesamte Zeit von 1940 bis 1945 in verschiedenen Konzentrationslagern unter schwersten Umständen verbringen musste, auch in Auschwitz. Irgendwie hat er selbst dies alles überlebt, ist nach der Befreiung durch die Amerikaner von Thüringen nach Frankfurt gegangen, und später in die USA ausgewandert. Es ist kaum zu fassen, dass seine Eltern und seine zwei Brüder in Vernichtungslagern umgebracht worden sind.