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" Unser Walter Linse "

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6g                       Internationaler Juristen Kongress, (ICJ) Berlin, Juli, 1952

 

               Wie von Professor Mampel berichtet (siehe Literatur), war Dr. Walter Linse "massgeblich an den Vorbereitungen für den Internationalen Juristen-Kongress in West-Berlin beteiligt, auf dem sich dann vom 25. bis 28. Juli 1952 führende Juristen aus 42 Ländern der Welt mit Rechtsbrüchen in der SBZ/DDR " auf verschiedenen Gebieten des Rechtes befassten. Aus diesem Treffen entstand im Herbst 1952 in New York die International Commission of Jurists, ICJ (auch AAICJ), die noch heute besteht.

 

             Es ist einfach undenkbar, dass sich Linse in der Nazi-Zeit schuldig gemacht hat - wie von den Kritikern behauptet - und dass die Teilnehmer an den Treffen in Berlin und New York nicht von solcher Belastung gehört hätten. Damals waren die Wunden der Nazi-Verbrechen noch frisch, Zeugen lebten noch, hätten klagen können. Und, hätte  Walter Linse sich persönlich belastet gefühlt, hätte er nicht eine solch öffentlich sichtbare Funktion riskiert, weil er erkannt und angeklagt werden könnte. Er fühlte dass sein Verhalten richtig und ehrbar war.

 

            Wenn Recht, Gerechtigkeit und Menschenrechte Dr. Linses Ideale waren, muss diese Aufgabe für ihn die Erfüllung seines Lebenstraumes gewesen sein. Er musste unter der Nazi- und der Kommunisten-Diktatur leben, wo für einen denkenden, intellektuellen Menschen kein Platz war, wo er immerzu im Stillen handeln musste, um den Opfern dieser Regime wenigstens etwas Schutz und Hilfe zu leisten. Ständig war er selbst dadurch in Gefahr. Endlich fand er sich in einer freien rechtsstaatlichen Gesellschaft und konnte zu einer internationalen Diskussion beitragen, solche Misstände aufzuzeigen und vielleicht zu verhindern. Seiner Euphorie wurde ein jähes Ende geboten:

 

                 Am 8. Juli 1952 begann die Katastrophe für diesen 

                 "in jeder Weise integren Menschen"             

                  (Mampel): Verschleppung, Verhöre, Martyrium

                 und Hinrichtung in Moskau.

 

                 1996 wurde Walter Linse von Russland rehabilitiert.

 

            2007/ 2008 wurde Walter Linse wieder angegriffen - meiner Ansicht nach ebenso ungerechtfertigt wie 1952. Diesmal konnte er weder schreien noch sich verteidigen - er war schon tot. 

 

 

            Bitte lesen Sie doch Abschnitte aus der Internetseite der "International Commission of Jurists" , einer Organsiation für Recht und Menschenrechte, deren erste Versammlung mit Linses Hilfe organisiert wurde: 

 

International Commission of Jurists

(The Rule of Law for Human Rights)

American Association of the International Commission of Jurists, AAICJ 

Excerpt from this Association's website. Source, see below)

 

A Brief History of the International Commission of Jurists  (ICJ)


For over five decades, the ICJ has played a seminal role in establishing international human rights standards and working towards their implementation. Through pioneering activities, including inquiry commissions, trial observations, fact-finding missions, public denunciations and quiet diplomacy, the ICJ has been a powerful advocate for justice.

 

Born at the ideological frontline of a divided post-war Berlin, the ICJ was established in memory of a West German lawyer, Dr. Walter Linse, Acting President of the Association of Free German Jurists. Active in exposing human rights violations committed in the Soviet zone, he denounced arbitrary arrests, secret trials, and detention in labour camps and was to pay dearly for this courage. On 8 July 1952, East German intelligence agents abducted and delivered Linse to the KGB. Despite the protests of 20,000 Berlin citizens against his abduction and public pleas by Chancellor Adenauer for his release, Dr Linse was executed in Moscow one year later for "espionage".

 

This event led to the decision by a group of lawyers to found an organisation dedicated to the defence of human rights through the rule of law. Its inaugural conference in 1952, convened by a group of New York-based attorneys, was attended by thirty one ministers and statesmen, thirty five judges, counsel and presidents of high courts from Eastern and Western Europe and North America. Their agenda was largely shaped by cold war concerns including the denunciation of human rights abuses in the Soviet zone. A J M Bart van Dal (Netherlands) was elected as Secretary-General of the young organisation whose offices were established in The Hague."

 

 

[BOLD im Text hervorgehoben von P. Seifert] 

Source: June 23, 2012,  updated November 4, 2012

updated December 2014 (Excerpts) :

http://www.icj.org/history/   (The above 2012 text and web address now slightly revised)